Wald & Kunst (2021)

Grundschule Alkofen-Pleinting erneut mit zwei Sternen als Umweltschule ausgezeichnet!

Künstlerprojekt an der Umweltgrundschule Alkofen 2021

"Künstlerische Bildung leistet wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung"

Kunst ist Grundlage für Entwicklung und Lernen – und für das Lernen selbst. ... Kinder werden geboren, um im vollen Wortsinn kreative Künstler zu sein.

Künstlerische Betätigung ermöglicht einen anderen Zugang zu kognitiver Arbeit. Kinder treffen beim Malen und Basteln eigene Entscheidungen: Sie gestalten einen Plan und finden kreative Lösungswege.

Die Aussage “Wasser als unerschöpfliches Thema“ war am Mittwoch, 14.07.2021 in der Klasse 4a der Einstieg in den Kunsttag. Im Rahmen des Projekts „KünstlerInnen an der Grundschule“ leitete und begleitete die Passauer Künstlerin Elke Rott die SchülerInnen zusammen mit den Lehrkräften Frau Ammerer und Frau Obieglo zum Kerschbach und den dortigen Quellen in Alkofen.

Nach Vorstellung einer reinen Wasserkarte des Landkreises Passau und Sensibilisierung für dieses lebensnotwendige Thema spazierten alle zum Gelände um den Kerschbach.

Die anfängliche Erkundung des Geländes inklusive eines in Privatbesitz befindlichen Teichgeländes – herzlicher Dank gilt dabei Herrn Kuhn - diente der späteren freien Wahl und Entscheidung für den Lieblingsplatz.

Mit der Inspiration „Was hörst, riechst und siehst du, wenn du die Augen schließt und ganz still bist?“ wies Elke Rott die Kinder darauf hin, die Umgebung mit allen Sinnen wahrzunehmen und für einen achtsamen Umgang mit der Natur.

Deswegen wurden die SchülerInnen in selbstgewählten Kleingruppen dazu aufgefordert, aufmerksam mit allen Sinnen, Wasser zum Malen vom Kerschbach und den dortigen Quellen zu holen. Besonders freuten sich alle über die freie Gruppen-, Platz- und Motivwahl. Die Vorgaben der Künstlerin Elke Rott beschränkten sich auf verschiedene Farbtöne von blau, grün und etwas gelb.

Im Rahmen des Umweltschutzes schütteten die Schülerinnen das verbliebene farbige Malwasser langsam in einen Kanister, hörten dabei auf das Plätschern des Wassers, transportierten es dann zur Schule zurück und führten es dort dem Abwasser zu.

Die ganz unterschiedlichen und kreativen Motive entstanden durch die selbständige Wahl des Ortes. „Ich bin überrascht, wie verschieden die Bilder geworden sind“, reflektierte jemand aus der Klasse. „Wir konnten von den anderen auch nicht abschauen“ war eine weitere Bemerkung. Eine erste Ausstellung und Würdigung der fertigen Wasserfarbenbilder auf Leinwänden erfolgte bereits im Wald unter den Bäumen.

Als Abschluss füllte die Künstlerin das mitgebrachte Quellwasser in einen herzförmigen Luftballon, um es später an der Schule einzufrieren.

Dieses Herz wird während der Ausstellung präsentiert und dabei als Schmelzwasser dem Kreislauf des Wassers wieder zugeführt werden.

Der Ablauf dieses Tages wird kommende Woche mit einer Foto-Galerie den anderen Klassen an der Schule vorgestellt und die Kunstwerke werden in der Schule ausgestellt.